FDP: Hochbrückenersatzbau: Wo blieben bisher die städtebaulichen Vorgaben?

Zum Appell der Bürgerschaft an das Land M-V, die Planung zum Hochbrückenersatzbau zu beschleunigen und die Hansestadt Wismar frühzeitig zu beteiligen, äußert sich der Vorsitzende der Fraktion Liberale Liste – FDP:
„Natürlich ist es richtig und wichtig, dass die Planungen des Landes für einen Ersatzbau der Hochbrücke langsam Form annehmen und dass die Bürgerschaft und die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig informiert und eingebunden werden. Merkwürdig ist allerdings, dass jetzt plötzlich Eile angemahnt wird, während durch jahrelange Fehlplanung Zeit vergeudet wurde. Man hätte längst viel weiter sein können, wenn man nicht dem Gespinst des Abrisses der Wismaria hinterhergelaufen wäre. Der Denkmalstatus der Wismaria war allen hinlänglich bekannt und wurde bisher schlichtweg ignoriert. Städtebauliche Vorgaben wurden von der Stadt an das Land als Bauherr nicht herangetragen, so die Aussagen seitens des Landes. Die Möglichkeiten für eine Quartiersgründung wurden nicht gesehen und genutzt, dafür wurde stoisch an der für Generationen städteplanerisch, finanziell und architektonisch mehr als kritisch zu betrachtenden Variante 4 quer über den Mühlenteich und über das Gelände einer abzureißenden Wismaria festgehalten. Das Gebiet wurde seinerzeit ohne Not aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept genommen, womit die innere Ablehnung, dort städtebauliche Vorgaben zu erarbeiten, unterstrichen wird. Das Areal bietet nah an der Altstadt, gelegen am Mühlenteich und mit Nähe zum Lindengarten Potenzial für ein neues attraktives Quartier. Nicht die Zeit war das Problem, sondern die Verweigerung der Verwaltungsspitze, städtebauliche Vorgaben für eine attraktive Stadtplanung gegenüber dem Land geltend zu machen.“