FDP begrüßt Leitbild des Beteiligungsverfahrens

Anlässlich der Vorstellung des Leitbildes zur Gestaltung des Gotischen Viertels   äußert sich der Stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Peter Manthey:

 „Der auch von der FDP eingeforderte Dialog zur weiteren Entwicklung im Bereich des Gotischen Viertels um St. Marien hat erste Früchte getragen. Verschiedenste Ansätze und Interessen wurden diskutiert, die mühsam errungenen Formulierungen im Leitbildentwurf sind ein erfreuliches Ergebnis der ersten Bürgerbeteiligung in unserer Stadt.

An der einen oder anderen Stelle sind noch unklare Begrifflichkeiten und Räume für Interpretationen. So werden die Bezeichnungen „Gotisches Viertel“ und „Marienkirchplatz“ verwendet. Ist damit dasselbe Areal gemeint, oder gibt es Abgrenzungen? Hier wünscht sich die FDP eine klare Definition, eine klare Zuordnung, um im Sprachgebrauch heute und auch morgen noch genau zu wissen, worüber man spricht. Die FDP-Fraktion begrüßt besonders, dass die Aufmauerung des Kirchenschiffes von St. Marien überschaubar bleiben soll. Die unübersehbare Mauer aus der Perspektive der Sargmacherstraße macht neugierig. Dann aber sollten verschiedene Höhen und Brüche den Schmerz des Verlustes durch Krieg und Zerstörung dokumentieren und Einblicke zulassen. Daher sind weitere Aufmauerungen nicht im Sinne des Leitbildes. Verschiedene Nutzungen wie angemessene Sitzmöglichkeiten  zum Verweilen, interessante gestalterische Elemente und dem Raum angemessene Veranstaltungsmöglichkeiten können das Stadtbild bereichern. Eine Umgestaltung der Ostseite des St.-Marien-Kirchturmes wäre ein Beitrag, den Raum attraktiver wirken zu lassen und Missstände zu beseitigen. Die im Leitbild formulierte Verbannung des motorisierten Verkehrs und bewirtschafteter Parkplätze birgt allerdings neue Konflikte, insbesondere im Zusammenspiel mit dem Parkraumkonzept. Kleine Hohe Straße  und Lübsche Straße würden Sackgassen. Öffentliche Gebäude wie Amtsgericht im Fürstenhof, Kirchen sowie Handel und Gewerbe benötigen auch weiterhin Parkplätze. Hier muss eine Ausgewogenheit zwischen den Interessen der Anwohner und der sonstigen Nutzer noch erarbeitet werden. Die FDP regt zudem an, den Antoniterhof in die weitere Planung dringend einzubeziehen, er ist noch immer unbeachtet und birgt große Potenziale. Nun gilt es, das Leitbild auch umzusetzen, mit dem nötigen Anspruch auf eine würdige Gestaltung und mit der gebotenen Vernunft bei der Finanzierung.“


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