Vielfalt der Kinder- und Jugendeinrichtungen stärken statt schwächen!

In der Bürgerschaftssitzung am 26.04.2007 stellte die Fraktion Liberale Liste – FDP Dringlichkeitsanfragen zur Mittelstreichung für den Integrativen Jugend- und Freizeitreff und zur Nichtberücksichtigung der Hansestadt Wismar bei der Vergabe von Fördermitteln des Programms „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“. Hierzu  äußert sich René Domke, Mitglied der Bürgerschaft: 

„Während die Fraktionen der Bürgerschaft sich auf eine gemeinsame Resolution für Toleranz und Weltoffenheit in Wismar verständigen, plant die Verwaltung offenbar durch Mittelkürzung den Integrativen Jugend- und Freizeittreff zur Schließung zu zwingen. Die Fraktion Liberale Liste – FDP hat kein Verständnis dafür, dass diese Maßnahme umgesetzt werden soll, ohne dass hierfür eine hinreichende Begründung abgegeben wird und Alternativen für die dort aktiv betreuten Kinder und Jugendlichen aufgezeigt werden. Die Fraktion Liberale Liste – FDP hat gemeinsam mit den Jungen Liberalen sämtliche Kinder- und Jugendeinrichtungen der Hansestadt Wismar besucht, mit den Beschäftigten, den Kindern und den Jugendlichen gesprochen und die klare Erkenntnis gewonnen, dass die Vielfalt der Einrichtungen zu erhalten ist. Jedes unterschiedliche Konzept der Betreuung, jedes Engagement der Beschäftigten und ehrenamtlich Tätigen gilt es zu fördern und zu erhalten, um den Kindern und Jugendlichen an verschiedenen Standorten vielfältige Freizeitangebote anzubieten und nicht in die Fänge rechtsextremer Vereinigungen laufen zu lassen. Wenn derartige Entscheidungen getroffen werden, ohne offen darüber zu diskutieren, gemeinsam Lösungen für die Kinder und Jugendlichen zu suchen, die diesen Jugendtreff gern annehmen, kann man die Betroffenheitsnummern einiger Handelnder in den letzten Wochen nicht mehr ernst nehmen.

Hinzu kommt die sich aufdrängende Frage, warum bei der sich in unserer Stadt entwickelnden und über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gewordenen Situation mit rechtsextremem Szene-Laden und Treff keine Mittel aus dem Förderprogramm „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ der Hansestadt Wismar zufließen werden. Hier ist konkret zu hinterfragen, ob und mit welchen Konzepten und Anträgen sich die Hansestadt Wismar um Fördermittel beworben hat und warum eventuell gestellte Anträge keine Berücksichtigung fanden. Zumal die, von allen demokratischen Parteien mitgetragene, Kampagne „Wismar- Neugierig. Tolerant. Weltoffen“ und das aktive Netzwerk jede Form finanzieller Unterstützung brauchen, um Wirkung zu erzielen.“


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