Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“

Zur Einbeziehung Wismars in das Bundesprogramm äußert sich der FDP Fraktionsvorsitzende René Domke wie folgt: „Mit Freude und Erleichterung können wir feststellen, dass das Bundesprogramm ‚Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren‘ die Hansestadt Wismar berücksichtigen wird. Bei aller Freude steckt dahinter nun aber auch die große Verantwortung, die Förderung als wesentliches Instrument für einen Turnaround zu nutzen. Die Nachrichten von Schließungen und Geschäftsaufgaben in der Innenstadt in den letzten Tagen und Wochen sind alarmierend und müssen uns wachrütteln. Es geht um neue Konzepte, die der Abwanderung des lokalen Einzelhandels und der Gastronomie in Wismar entgegenwirken. Nur so stellt die Stadt auch weiterhin langfristig einen lebenswerten Ort dar. Eine Beschönigung der Lage durch die Rathausspitze hilft an dieser Stelle nicht weiter. Die politische Vorstellung zur Entwicklung der Innenstadt braucht eine 180°-Wende. Die Hoffnungen in neue Konzepte zur Nutzung leerstehender Ladengeschäfte und den Erfolg der Steuerungsgruppe unter Einbeziehung der Branchenvertreter zur Umsetzung der verschiedenen Teilprojekte ist in der aktuellen Lage besonders hoch.“

FDP: Hochbrückenersatzbau: Wo blieben bisher die städtebaulichen Vorgaben?

Zum Appell der Bürgerschaft an das Land M-V, die Planung zum Hochbrückenersatzbau zu beschleunigen und die Hansestadt Wismar frühzeitig zu beteiligen, äußert sich der Vorsitzende der Fraktion Liberale Liste – FDP:
„Natürlich ist es richtig und wichtig, dass die Planungen des Landes für einen Ersatzbau der Hochbrücke langsam Form annehmen und dass die Bürgerschaft und die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig informiert und eingebunden werden. Merkwürdig ist allerdings, dass jetzt plötzlich Eile angemahnt wird, während durch jahrelange Fehlplanung Zeit vergeudet wurde. Man hätte längst viel weiter sein können, wenn man nicht dem Gespinst des Abrisses der Wismaria hinterhergelaufen wäre. Der Denkmalstatus der Wismaria war allen hinlänglich bekannt und wurde bisher schlichtweg ignoriert. Städtebauliche Vorgaben wurden von der Stadt an das Land als Bauherr nicht herangetragen, so die Aussagen seitens des Landes. Die Möglichkeiten für eine Quartiersgründung wurden nicht gesehen und genutzt, dafür wurde stoisch an der für Generationen städteplanerisch, finanziell und architektonisch mehr als kritisch zu betrachtenden Variante 4 quer über den Mühlenteich und über das Gelände einer abzureißenden Wismaria festgehalten. Das Gebiet wurde seinerzeit ohne Not aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept genommen, womit die innere Ablehnung, dort städtebauliche Vorgaben zu erarbeiten, unterstrichen wird. Das Areal bietet nah an der Altstadt, gelegen am Mühlenteich und mit Nähe zum Lindengarten Potenzial für ein neues attraktives Quartier. Nicht die Zeit war das Problem, sondern die Verweigerung der Verwaltungsspitze, städtebauliche Vorgaben für eine attraktive Stadtplanung gegenüber dem Land geltend zu machen.“