Schlagwort-Archive: Straße

FDP: Hochbrückenersatzbau: Wo blieben bisher die städtebaulichen Vorgaben?

Zum Appell der Bürgerschaft an das Land M-V, die Planung zum Hochbrückenersatzbau zu beschleunigen und die Hansestadt Wismar frühzeitig zu beteiligen, äußert sich der Vorsitzende der Fraktion Liberale Liste – FDP:
„Natürlich ist es richtig und wichtig, dass die Planungen des Landes für einen Ersatzbau der Hochbrücke langsam Form annehmen und dass die Bürgerschaft und die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig informiert und eingebunden werden. Merkwürdig ist allerdings, dass jetzt plötzlich Eile angemahnt wird, während durch jahrelange Fehlplanung Zeit vergeudet wurde. Man hätte längst viel weiter sein können, wenn man nicht dem Gespinst des Abrisses der Wismaria hinterhergelaufen wäre. Der Denkmalstatus der Wismaria war allen hinlänglich bekannt und wurde bisher schlichtweg ignoriert. Städtebauliche Vorgaben wurden von der Stadt an das Land als Bauherr nicht herangetragen, so die Aussagen seitens des Landes. Die Möglichkeiten für eine Quartiersgründung wurden nicht gesehen und genutzt, dafür wurde stoisch an der für Generationen städteplanerisch, finanziell und architektonisch mehr als kritisch zu betrachtenden Variante 4 quer über den Mühlenteich und über das Gelände einer abzureißenden Wismaria festgehalten. Das Gebiet wurde seinerzeit ohne Not aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept genommen, womit die innere Ablehnung, dort städtebauliche Vorgaben zu erarbeiten, unterstrichen wird. Das Areal bietet nah an der Altstadt, gelegen am Mühlenteich und mit Nähe zum Lindengarten Potenzial für ein neues attraktives Quartier. Nicht die Zeit war das Problem, sondern die Verweigerung der Verwaltungsspitze, städtebauliche Vorgaben für eine attraktive Stadtplanung gegenüber dem Land geltend zu machen.“

Bürgerschaftsfraktionen stehen gemeinsam zur Wirtschaft in der Hansestadt Wismar

Angesichts der schwierigen Situation vieler Unternehmen der Gastronomie, der Hotellerie und des Einzelhandels verständigten sich die Fraktionen von SPD, CDU, Die LINKE, FWF und Liberale Liste-FDP auf einen gemeinsamen Antrag.
Die wirtschaftliche Situation der Unternehmen in der Hansestadt Wismar, vor allem der Gastronomie, der Hotellerie und des Einzelhandels, die ganz besonders von den Schutzmaßnahmen gegen eine Ausbreitung der Pandemie getroffen wurden, liegt im Fokus aller Fraktionen.
So wurden zur kommenden Bürgerschaftssitzung gleich zwei Anträge eingereicht. Übereinstimmend erklären die Fraktionsvorsitzenden Michael Tiedke (SPD), Tom Brüggert (CDU), Reinhard Sieg (Die LINKE), Dr. Gerd Zielenkiewitz (FWF) und René Domke (Liberale Liste-FDP), dass der Extrakt beider Anträge zusammengeführt wird, um möglichst geschlossen zu handeln.
Ziel des gemeinsamen Antrags ist ein klares Bekenntnis für die lokale Wirtschaft und ein Signal an die Verwaltung, dass die Bürgerschaft bereit ist, im Rahmen des Möglichen die Folgen der Krise abzumildern.
Dazu sollen konkrete Vorschläge erarbeitet werden, wie beispielsweise möglichst unkompliziert und unbürokratisch bestimmte Regelungen der Sondernutzungssatzung bedarfsgerecht gehandhabt werden können.
Dort wo es möglich ist, sollen auf Antrag beispielsweise mehr Außenflächen zugelassen werden, damit mehr Kunden und Gäste bedient werden können bei Einhaltung der Abstandsregeln. Gleiches gilt für Auslagen der Einzelhändler, die damit mehr Raum für die Ladengeschäfte gewinnen könnten, wenn Auslagen auch nach außen verbracht werden.
Ebenso soll geprüft werden, ob auf Antrag ganz oder teilweise auf Gebühren und Beiträge verzichtet werden kann, die sonst für die Sondernutzung öffentlicher Wege und Plätze anfallen. Weitere Erleichterungen sind denkbar.
Die antragstellenden Fraktionen bekräftigen ihre Erwartung, dass die Verwaltung entsprechende Anträge wohlwollend und mit Verständnis für die befristete Ausnahmesituation prüft und Ermessensspielräume weit ausschöpft.
Die Hansestadt und Weltkulturerbestadt Wismar lebt auch vom Tourismus, der Gastronomie und den vielen Einzelhändlern. Daran hängen viele Existenzen und viele Beschäftigungsverhältnisse. In dieser besonderen Situation ist die größte Unterstützung gefragt, die wir als Bürgerschaft geben können.