Durchbruch bei Kaufverhandlungen der MV Werft in Wismar

Zum Durchbruch bei den Kaufverhandlungen über die Werft in Wismar an ThyssenKrupp Marine Systems äußert sich René Domke, MdL – Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag Mecklenburg-Vorpommern:

„Dass mit ThyssenKrupp Marine Systems ein Käufer für die Werft in Wismar gefunden wurde, ist ein gutes Signal für die Region, die Beschäftigten und Zulieferbetriebe.
Kritiker sollten ihre ideologischen Scheuklappen ablegen und anerkennen, dass Deutschland als NATO-Bündnispartner auch eine hohe Verantwortung für eine moderne Verteidigungsbereitschaft hat. Für den Standort heißt das langfristige Stabilität und diese kann gerade die Werft in Wismar nach nunmehr unzähligen Übertragungen und Zitterpartien wirklich dringend gebrauchen. Man wird die genauen Pläne und Investitionen noch abwarten müssen, aber nicht gleich alles zerreden, sondern jetzt auch seitens der Landesregierung Taten folgen lassen, wenn es um Industriepolitik und Fachkräftesicherung geht.“

Lösung für Transfergesellschaften drängt

Zu den Meldungen, dass der schwedische Reedereikonzern Stena AB kein Interesse mehr am Kreuzfahrtschiff „Global One“ habe und die geplante Verlängerung der Transfergesellschaft für 1500 ehemalige Werft-Beschäftigte somit weiter ungewiss sei, äußert sich der FDP-Fraktionsvorsitzende René Domke:

„Die Nachricht vom Aus für den Weiterbau der Global One in den MV Werften Wismar hat mich zutiefst getroffen, dennoch stand dies stets auf der Kippe. Damit ist die Perspektive eines Übergangs und die Zukunft des Standortes Wismar und die Zukunft für die Beschäftigten wieder ungewisser geworden. Noch bleiben kleine Funken Hoffnung, dass das Schiff mit dem hohen Fertigstellungsgrad überhaupt noch fertiggestellt und seiner zweckbestimmten Nutzung zugeführt werden kann. Das Ziel muss jetzt sein, eine Lösung für die Transfergesellschaften zu finden und Fachkräfte und Auszubildende zu halten. Jeder Interessent für die Schiffbaustandorte braucht diese Fachkräfte, ansonsten wird der Standort unattraktiv und die Folgen haben wir bei vielen gescheiterten Industrieansiedlungen in M-V immer wieder erleben müssen.

Und mit Blick auf die Bürgschaften müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um den finanziellen Schaden beim Land so gering wie möglich zu halten. Das sind die Baustellen, die es gilt zu bearbeiten. Ich teile derweil die Hoffnung von Insolvenzverwalter Christoph Morgen, dass die Fertigstellung des Kreuzfahrtschiffes in Wismar doch noch gelingt. Ansonsten wäre es eine katastrophale, kaum zu vermittelnde Verschwendung von Ressourcen mit dem Ergebnis, dass der Mut für Großprojekte künftig kaum noch aufgebracht wird.“