FDP: Hochbrückenersatzbau: Wo blieben bisher die städtebaulichen Vorgaben?

Zum Appell der Bürgerschaft an das Land M-V, die Planung zum Hochbrückenersatzbau zu beschleunigen und die Hansestadt Wismar frühzeitig zu beteiligen, äußert sich der Vorsitzende der Fraktion Liberale Liste – FDP:
„Natürlich ist es richtig und wichtig, dass die Planungen des Landes für einen Ersatzbau der Hochbrücke langsam Form annehmen und dass die Bürgerschaft und die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig informiert und eingebunden werden. Merkwürdig ist allerdings, dass jetzt plötzlich Eile angemahnt wird, während durch jahrelange Fehlplanung Zeit vergeudet wurde. Man hätte längst viel weiter sein können, wenn man nicht dem Gespinst des Abrisses der Wismaria hinterhergelaufen wäre. Der Denkmalstatus der Wismaria war allen hinlänglich bekannt und wurde bisher schlichtweg ignoriert. Städtebauliche Vorgaben wurden von der Stadt an das Land als Bauherr nicht herangetragen, so die Aussagen seitens des Landes. Die Möglichkeiten für eine Quartiersgründung wurden nicht gesehen und genutzt, dafür wurde stoisch an der für Generationen städteplanerisch, finanziell und architektonisch mehr als kritisch zu betrachtenden Variante 4 quer über den Mühlenteich und über das Gelände einer abzureißenden Wismaria festgehalten. Das Gebiet wurde seinerzeit ohne Not aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept genommen, womit die innere Ablehnung, dort städtebauliche Vorgaben zu erarbeiten, unterstrichen wird. Das Areal bietet nah an der Altstadt, gelegen am Mühlenteich und mit Nähe zum Lindengarten Potenzial für ein neues attraktives Quartier. Nicht die Zeit war das Problem, sondern die Verweigerung der Verwaltungsspitze, städtebauliche Vorgaben für eine attraktive Stadtplanung gegenüber dem Land geltend zu machen.“

FDP: Wie geht es weiter mit Wildschweinen in Wismar?

Wegen der unverändert hohen Wildschweinpopulation in der Hansestadt Wismar stellt die Fraktion Liberale Liste – FDP eine Anfrage an die Verwaltung, hierzu der Fraktionsvorsitzende René DOMKE:
„Seit Jahren ist die wachsende Wildschweinpopulation eines der emotionalen Themen bei Stadtteilgesprächen und Grundstückseigentümer und Gartenpächter in den betroffenen Bereichen fühlen sich hingehalten und ärgern sich über die auftretenden Schäden. Nach einer vor Monaten stattgefundenen, aber eher erfolglosen, Jagd ist es still geworden. Nicht jedoch bei den Wildschweinen, die sich noch immer vermehren und verbreiten und auf der Nahrungssuche Vorgärten und Gärten verwüsten. Zudem stellen sie eine Gefahr im Straßenverkehr dar, da die Rotten immer näher auch an dichtbefahrene Straßen herankommen. Eine weitere Gefahr sieht die Fraktion in der zunehmenden Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest, die nur noch wenige Kilometer von Mecklenburg-Vorpommern entfernt in Brandenburg bereits angekommen ist. Bei unkontrolliert wachsenden Populationen wird sich die tödlich endende Krankheit noch schneller ausbreiten. Also höchste Zeit, einmal nachzufragen, welche Maßnahmen zwischenzeitlich ergriffen wurden oder noch geplant sind. Auch möchte die Fraktion Informationen einholen, wie sich der Tierbestand entwickelt hat und ob die Schäden bezifferbar sind und wie zukünftig eine Ausbreitung eingedämmt werden könnte.“